Villa Morgagni Hotel Rom · Museum Haus der kleinen Eulen

Das Museum im Haus der kleinen Eulen wurde 1997 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Gebäude stammt aus 1840, als der zur damaligen Zeit bekannte und aus dem Veneto stammende Landschaftsarchitekt Giuseppe Jappelli eine Schweizer Hütte im rustikalem Stil plante. Diese wurde mit groben Steinblöcken und Holzbalken errichtet, um ein richtiges Berghaus oder eine "Einsiedelei" nach zu bauen. Das heutige Erscheinungsbild geht auf zwei Veränderungen zurück, die 1910 sowie in der Zeit von 1917 bis 1920 von Giovanni Torlonia jr, Enkel des Alessandro, in Auftrag gegeben wurden. Letzterer hatte beschlossen, die Hütte in eine Wohnvilla entsprechend dem damals vorherrschenden Baustil zu verwandeln. So wurde das Gerbäude zu dessen Wohnhaus, den riesigen Palast verließ Giovanni Torlonia jr.
In der ersten Bauphase wurde dem Steinhaus ein Flügel (derzeitige Hall), zackige Säulengänge und Dachwohnungen angefügt; der ländliche Anschlussbau hingegen wurde zum Nebengebäude für das Personal. Auf diese Weise erhielt das Gebäude das Aussehen und die Bezeichnung "Mittelalterliche Villa". Schon ab 1917 wurden jedoch durch den jungen, aber bereits bekannten Architekten Vincenzo Fasolo Elemente im Zeichen des Liberty-Stils eingebracht: mit einer Flut an Türmen, Rundfenstern, Bögen, kleinen Balkonen und kleinen Säulengängen.
Das Gebäude erhielt aufgrund der Übereinanderlagerung von Architekturstilen diverser Epochen einen eklektischen Stil. Charakteristisch ist die Villa vor allem aufgrund der vielfältigen Dekorativelemente, die im Zusammenspiel mit der Architektur eine ganz besondere und interessante, aber dennoch harmonische Mischung ergeben. Der gesamte Komplex wurde mit Schmiedeeisen, Boiseries, Mosaiken, Fliesen, Wandmalereien, Stuckarbeiten, gemeißeltem Marmor und vor allem Glas rund um das Thema des Kauzes (kleine Eule) gestaltet. Daher auch die Bezeichnung der Villa als Villa der kleinen Eulen ("Casina delle Civette"). Besonders charakteristisch waren die zahlreichen Glaswände, die es nach den jüngst abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten auch zum Glasmuseum haben werden lassen. Die Kunst des polychromen Glases in Verbindung mit Blei, bereits im Mittelalter und achtzehnten Jahrhundert sehr verbreitet, hat eine neue Trendwelle in den ersten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts erfahren und im Besonderen nach dem großen Erfolg der "Ersten Ausstellung zur Glaskunst", die 1912 vom Glasermeister Cesare Picchiarini organisiert wurde.
Dieser hatte in seiner Werkstätte Künstler wie Duilio Cambellotti, Paolo Paschetto, Vittorio Grassi und Umberto Bottazzi versammelt, welche die Entwürfe für die Glasobjekte malten. Diese Entwürfe wurden von Picchiarini mit unglaublicher Geschicklichkeit in Glasobjekte verwandelt. Fenster, Balkone und die Rundfenster des Hauses wurde mit den Glasflächen von Cesare Cesare Picchiarini verziert. Diese schufen raffinierte Lichteffekte, welche auch in den Räumen unterschiedlichste Atmosphären entsprechend der dargestellten Objekte verliehen. So wechselten sich gemoetrische Glasflächen mit Glas in Form von Blumen, Rosen, Schmetterlingen, Bändern und Iris in lebhaften Farben ab; das Glas mit den Käuzen oder der "Nagel" mit den Weinreblingen (aufgrund seiner Form so genannt) war der Kreativität von Duilio Cambellotti entsprungen. Mit dem Tod von Giovanni Torlonia 1939 begann der Verfall der Casina und danach des gesamten Gebäudekomplexes.
Das Haus der kleinen Eulen (Casina delle Civette) wurde durch Vandalismus zerstört und es blieben nur wenige Ruinen übrig. Die Restaurierungsarbeiten dauerten dann schließlich auch sechs Jahre. Dabei wurde das ursprüngliche Gebäude in seiner architektonischen Besonderheit wieder hergestellt. Soweit es möglich war wurden auch die dekorativen Elemente entsprechend restauriert. Mit den Restaurierungsarbeiten einher ging die Umwandlung des Hauses in ein Museum, in dem heute nicht nur die von Giovanni Torlonia gekauften und nach einer besonders schwierigen Restaurierung an ihren ursprünglichen Platz zurückgebrachten Glasflächen, sondern auch weitere Glasobjekte, Entwürfe und Vorlagen ausgestellt werden. Diese stammen zum größten Teil aus der Sammlung des Cesare Picchiarini und wurden um weitere Kunstobjekte und Entwürfe aus Antiquitätengeschäften bzw. von den Erben der Künstler wie etwa Duilio Cambellotti und Paolo Paschetto erweitert. Auf diese Weise sind nun die Glasflächen mit den entsprechenden Entwürfen und Vorarbeiten oder aber vergleichbaren Arbeiten desselben Künstlers entlang des Ganges aufgestellt. Die einzigartige Glaskunst wird hier also im Detail dargestellt: vom Entwurf auf Papier zur Herstellung der polychromen Glasobjekte mit dünnem Blei.









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